Tibet Terrier

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Der Tibet Terrier ist ein treuer Kamerad, kinderfreundlich und mit vielen einnehmenden Wesenszügen:

  • intelligent, wachsam, munter, lebhaft, selbstbewußt und entschlossen;
  • weder wild noch streitsüchtig
  • abweisend gegenüber Fremden, anhänglich an seine Familie.

Der Name Tibet Terrier ist eine westliche Bezeichnung und eigentlich nicht zutreffend, da diese Hunde weder von ihrem Ursprung noch von ihrer Wesensart her etwas mit einem Terrier gemeinsam haben.

Zutreffender würde ihn die Bezeichnung "Tibet Apso" kennzeichnen, was in tibetischer Sprache soviel wie "ganz von Haaren bedeckt" bedeutet.

In Tibet wurde er, fast über das ganze Land verteilt, als Haus- und Hütehund gehalten. Die Nachforschungen haben ergeben,daß bereits vor mehr als 2000 Jahren in Dörfern und Klöstern Tibets "Tibet Apsos" gezüchtet wurden.

Die Entwicklung des Tibet Terriers in Europa ist eng verknüpft mit der Engländerin Dr. A.R.H.Greig, die als Leiterin eines Krankenhauses in Indien in den 20er Jahren einen Tibet Terrier von einem wohlhabenden Tibeter erhielt, dessen Frau sie operiert hatte. Sie gründete ab 1930 in England die Reinzucht des Tibet Terriers. Zwei Hündinnen aus ihrem Zwinger ("Ladkok" später "Lamleh") waren im Jahre 1939 der Grundstock für die Tibet Terrier-Zucht in Deutschland (Bruns, Zwinger vom Tiergartenbrück).

Der Tibet Terrier hat seitdem an Popularität zugenommen.Er besticht durch sein Erscheinungsbild und seine Farbvielfalt reicht von schwarz, schwarz-weiß, zobel, gold, weiß, weiß-gold, tricolor, black-und-tan bis zu rauchfarben und grau. Jede Farbe ist erlaubt, außer leberbraun.

Durch sein Temperament, sein lustiges Wesen und seine Anhänglichkeit an seine Bezugspersonen ist er ein toller Kamerad und treuer Freund und erobert im Handumdrehen jeden Zweibeiner.

Gegenüber seinen Artgenossen ist er problemlos und neigt nicht zu Raufereien. Er liebt es überall hin mitgenommen zu werden. Er ist in der Stadt ein ausgeglichener Begleiter, liebt es aber um so mehr lange Spaziergänge in Feld und Wald machen zu können und auch bei Bergwanderungen, Jogging und Agility erweist er sich als erfahren und konditionsstark.

Zuhause ist er ein sehr angenehmer Hund, wachsam meldet er jeden Besucher, ohne jedoch ein Kläffer zu sein. Wenn er immer in der Nähe seines Menschen sein kann, fühlt er sich am wohlsten, kann jedoch auch mal alleine bleiben.

Grundsätzlich ist er sehr anpassungsfähig und man kann ihn überall hin mitnehmen, ob zum Einkaufen, ins Büro oder in den Urlaub.

Der Tibet Terrier lässt sich mit einer gewissen Konsequenz leicht erziehen und ist sehr gelehrig. Allerdings kann man seinem treuen Blick und seinem Charme manchmal kaum widerstehen.

Für die Pflege des Tibet Terriers sollte man sich 1mal pro Woche Zeit nehmen und ihn gründlich kämmen und bürsten. Die Zeiten des Fellwechsels vom Welpen- zum Erwachsenenfell sind dabei zeitintensiver, da mehr Unterwolle verfilzt und ausgekämmt werden muss.

Ein gut gepflegter TT ist immer ein attraktiver Anblick. Dabei muß man sagen, dass er für die Hausfrau oder den Hausmann den Vorteil hat, dass er keine Haare verliert. Den Tibet Terrier sollte man nicht aus falsch verstandener Tierliebe scheren oder das Kopfhaar stutzen, das Haarkleid ist für ihn ein natürlicher Schutz gegen Sonne, Hitze und Kälte. Das Haarkleid benötigt einige Jahre bis es volle Länge und Schönheit erreicht.

Das ideale Heim für Tibet Terrier ist natürlich ein Haus mit Garten. Wenn er genügend Bewegung bekommt, kann er jedoch auch in einer Wohnung leben.

Der zukünftige Besitzer eines Tibet Terriers sollte sich bewußt sein, daß diese Rasse sehr langlebig ist. Nicht selten werden diese Hunde 16 und mehr Jahre alt. Es gilt also für lange Zeit Verantwortung zu tragen.

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